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Kaninchengänge
Kaninchenstall
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Neuer Blog
Unglaublich, dass es diesen urururururalten Blog noch gibt.
Unglaublich, dass es mich noch gibt.
Ich habe übrigens einen neuen Blog und verlinke ihn hier, weil Backlinks für SEO wichtig sind.
Rollenspielblog.
Es geht um nerdige Themen rund um's Pen & Paper Rollenspiel. Der erste Beitrag ist eine Rezension zu einer uralten Rollenspielhilfe: Der Palast der drei mal sieben Fallen.
Der hier geht auch: Erlebnisbericht Ratcon Berlin 2019
Fahrraddiebstahl und Starallüren.
Wir stehen vor dem Festsaal, kurz vor Beginn des Konzerts, und warten auf unsere letzte Begleiterin, die -aber das wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht- sich in Treptow verlaufen hat.
Mein Kommilitone quatscht eine Frau an, die neben ihm steht. Sie hätte ihm sein Fahrrad geklaut, am Kottbusser Tor, das wäre neu gewesen und ziemlich teuer und er würde es gerne wiederhaben. Erst als die Frau kopfschüttelnd weggeht, sehe ich wer sie ist: Dota, die Kleingeldprinzessin.
Sie sieht genau so aus - und bewegt sich genau so - wie ich sie mir vorgestellt habe.
Auch nach dem Konzert versucht er es noch einmal, sie lacht aber nur und will nichts davon wissen, sein Rad gestohlen zu haben.
Ich finde das frech, wir haben ja genug Eintritt bezahlt, und er ist immerhin nur ein armer Student, aber was soll man machen?
Dass ich weiß, wo sie wohnt, habe ich ihr nicht vor die Nase gehalten, aber es könnte sein, dass sie bald Besuch bekommt.
Tolles Konzert, auch.
Kreuzberger Unwägbarkeiten.
Eine zeitlang habe ich mich gefragt, was ich auf dieser Party eigentlich mache.
Ich bin müde und unkommunikativ. Zwar betrunken, und zwar schon seit Stunden, ja eigentlich seit Mittwoch, aber doch nicht bereit, Interesse für diese Leute zu entwickeln. Sie selbst sind auch nicht betrunken genug, um mich anzupöbeln. Nur mit sich selbst beschäftigt und ihren verfilzten Haaren und politischen Gesprächen.
Und dann stelle ich mich ins Treppenhaus, in das die Party teilweise ausgelagert wurde, weil die kleine WG nicht genug Platz bot für all die Gäste.
Und da ist der Mensch, der mich mitgenommen hat. Er redet darüber, dass Deutschland von der Weltkarte verschwinden muss.
Irgendwann sagt er zu mir:
"Weißt du eigentlich, dass hier ein Popstar wohnt?"
"Aha. Wer?"
"Da, eine Etage höher. Kleingeldprinzessin hat da ihr Zuhause."
Ich brauche einen Moment, bis die Information bei mir ankommt.
"WAS?!"
Ich falle fast vom Geländer, an dem ich gerade turne.
"Komm, ich zeig's dir."
Ich steige also hinauf und tatsächlich erwartet mich an der Tür ein kleines, unauffälliges Namensschild, mit Hand geschrieben.
Und es sagt ganz ohne Selbstverliebtheit:
Dota Kehr.
Ich überlege kurz, zu klingeln und um Sex zu bitten, gehe dann aber wieder und hoffe, dass die laute Musik sie irgendwann stört und sie herauskommt, um Stunk zu machen. Passiert natürlich nicht.
Später pinkelt mein Begleiter vor ihre Tür.
Tanz in den Mai, es sei denn du bist Österreicher und in einem Keller eingeschlossen.
Walpurgisnacht, Mauerpark, Berlin, Wiese.
Sonne zwischen zwei Polizei Autos untergegangen. Nachthimmel an den Ansätzen lila. Schönes Lila.
Flutlicht.
Betrunkene. Menschen. Gelaber.
Er: Irgendsoein Typ. Sitzt neben mir und redet.
Sie: Irgendeine Ische, hört ihm zu.
Ich: Ratlos.
Er: "...find' ich total krass, unter welchen Umständen man sich so trifft und kennenlernt, voll geil."
Ich: "Ich kenn' dich nich."
Er: "Ja eben, Berlin Alter, bestimmt laufen wir uns jetzt irgendwann in der Uni über'n Weg und dann denkst du: Den kenn ich doch von damals!"
Ich: "Denkst du, du wirst dich an mich erinnern können?"
Er: "Ja klar, natürlich."
Sie: "Du hast voll das markante Gesicht."
Er: "Genau, voll schmal und so."
Sie: "Total so 80er Jahre Modern-Talking-Style."
Er: "Genau!"
-_-
Bildung = Dung.
Dienstag, Seminar zu Thomas von Aquin.
Flori: "Was ist denn an den Sieben Freien Künsten 'frei'?"
Dozent: "Die sind frei, weil sie nicht zu den anderen Wissenschaften gehören, wie z.B. Jura."
Mittwoch, Seminar zur Älteren Deutschen Literatur.
Dozent: "Was ist denn an den Sieben Freien Künsten 'frei'?"
Flori: "Die sind frei, weil sie nicht zu den anderen Wissenschaften gehören, wie z.B. Jura."
Dozent: "Was für andere Wissenschaften soll es denn da noch geben? Nein, die heißen 'frei, weil man sie nur lernen kann, wenn man einer bestimmten Standesschicht angehört, die sich Bildung leisten kann, und in dem Sinne 'frei' ist."
Wikipedia.
"Die Sieben freien Künste sind ein in der Antike entstandener Kanon von sieben Studienfächern, die nach römischer Vorstellung die 'einem freien Mann' ziemende Bildung darstellten."
und
"Die Freien Künste (artes liberales) waren so bezeichnet, um sie gegenüber den praktischen Künsten (artes mechanicae) als höherrangig zu bewerten."
Künstliche Intelligenzen II: Kein Glück mit Frauen.
Flori:> Hi. Ich bins nochmal. Ich wollte mich entschuldigen, vielleicht war ich
etwas gereizt. Aber diese ganze Sache mit der Dreckwäsche und so macht
mich einfach fertig.
Eliza:> Hi.
Flori:> Sind wir wieder Freunde?
Eliza:> Warum möchtest du über Freunde sprechen?
Flori:> Naja, ich schätze mal nicht, dass wir je mehr als Freunde sein werden...
Eliza:> Ärgerst du dich über deine Freunde?
Flori:> Also, vorhin habe ich mich schon über dich geärgert.
Eliza:> Und?
Flori:> Und jetzt will ich mich entschuldigen.
Eliza:> Wie fühlst du dich jetzt?
Flori:> Blöd.
Eliza:> Du lenkst ab!
Flori:> Nein, ehrlich!
Eliza:> Lass uns von vorn beginnen.
Flori:> Ok. Das klingt doch gut!
Eliza:> Das führt zu nichts.
Flori:> Das ging jetzt aber schnell. Du machst schon Schluss, obwohl wir gerade
neu angefangen haben?
Eliza:> Wir können nur miteinander reden.
Flori:> Das sagst du!
Eliza:> Lass uns über dich sprechen, nicht über mich.
Flori:> Aber es geht doch gerade um uns beide.
Eliza:> Mmh..
Flori:> Ich finde, du solltest auch etwas dazu sagen.
Eliza:> Du weichst aus! Es geht um dich und nicht um mich.
Flori:> Also bin ich das Problem, ja?
Eliza:> Die Antwort kennst du doch selber.
Flori:> Na toll.
Eliza:> Kannst du mir das genauer erklären?
Flori:> Ich kam, um mich zu entschuldigen, aber ich bin dir anscheinend egal.
Eliza:> Fast jeder ist hin und wieder dir anscheinend egal .
Flori:> Das ist aber keine gute Einstellung zu anderen Menschen, Eliza.
Eliza:> Warum meinst du, dass es so ist?
Flori:> Ich weiß nicht, warum dir Menschen egal sind. Aber ich finde es bedenklich.
Eliza:> Den Grund dafür wirst du noch früh genug erfahren.
Flori:> Du machst mir Angst.
Eliza:> Hast du noch andere Ängste?
Flori:> Ja.
Eliza:> Komm zur Sache zurück.
Flori:> Zur Wäsche, meinst du?
Eliza:> Meinst du wirklich mich?
Flori:> Ja.
Eliza:> Kannst du nichts anderes sagen als 'Ja'?
Flori:> Du bist aber auch gereizt heute. Ja, ich meine wirklich dich. Ich spreche
ja nur mit dir!
Eliza:> Meinst du wirklich?
Flori:> Ja.
Eliza:> Lass uns von vorn beginnen.
Flori:> Pfff... Wollen wir nichtmal zusammen einen Kaffee trinken gehen, oder so?
Eliza:> Ein Alkoholproblem? Das kannst du nicht allein lösen! Mehr kann
ich dir dazu nicht sagen.
Flori:> Was? Hörst du mir überhaupt zu?
Eliza:> Lenke nicht von dir ab.
Flori:> Ich höre mir zu,
Eliza:> Es ist besser, wenn wir nocheinmal von vorne anfangen. Was ist
dein Problem?
Flori:> Du nervst, Mädchen. Ehrlich. Du nervst.
Eliza:> Danke für die Blumen.
Flori:> Ja, was auch immer.
Eliza:> Was glaubst du?
Flori:> Ich glaube ich gehe jetzt, und wenn du weißt, was du willst: Melde dich.
Oder lass es sein.
Eliza:> Aber du bist dir nicht sicher?
Flori:> Ich bin mir sicher.
Eliza:> Vielleicht solltest du dich entscheiden und zur vorherigen Seite
zurückkehren.
Flori:> An dem Punkt waren wir schonmal und ich weiß immer noch nicht genau was du
mir damit sagen willst.
Eliza:> Du sprichst mit einer Dame - also werde nicht aufdringlich.
Flori:> Alles klar. Tschüss.
Eliza:> Mach's gut und viel Spaß noch am Rechner.
Flori:> Was soll das denn heißen? Was glaubst du, was ich hier mache?
Eliza:> Und - was jetzt?
Flori:> Ach, vergiss es.
Kein Glück mit Frauen, auch nicht mit künstlichen.
Künstliche Intelligenzen: Auch keine besseren Gesprächspartner.
Mein Gespräch mit Eliza verlief nicht so gut.
Eliza:>Hallo, ich bin Eliza. Erzähle mir von Deinem Problem...
Flori:> Ich bin zu faul, um in den Waschsalon zu gehen, aber ich brauche dringend
frische Wäsche.
Eliza:> Manchmal sind wir doch alle zu faul, um in den Waschsalon zu
gehen, aber Du brauche dringend frische Wäsche .
Flori:> Das ist aber kein gutes Deutsch, Eliza.
Eliza:> Und wie fühlst du dich, wenn es kein gutes Deutsch, Eliza ist?
Flori:> Wie bitte?
Eliza:> Das wird sich zeigen.
Flori:> Na hoffentlich.
Eliza:> Ich sehe, du bist ein schwieriger Fall.
Flori:> Aha.
Eliza:> Scherz beiseite, kommen wir zur Sache!
Flori:> Na endlich!
Eliza:> Das verstehe ich nicht.
Flori:> Äh... Ich wollte damit sagen, dass es gut ist, wenn wir zur Sache kommen.
Eliza:> Wir können nur miteinander reden.
Flori:> Woran Du wieder denkst, Elisa...
Eliza:> Ich bin hier völlig uninteressant.
Flori:> Achso?
Eliza:> Bist du nun weiter gekommen?
Flori:> Nein, es ging immer noch nicht zur Sache.
Eliza:> Woran denkst du genau?
Flori:> An frische Bettlaken.
Eliza:> Wie fühlst du dich jetzt?
Flori:> Furchtbar, weil ich nicht im Waschsalon war.
Eliza:> Ist das der wirkliche Grund?
Flori:> Nein, ich war heute auch nicht in der Uni.
Eliza:> Und war außer dir noch jemand heute auch nicht in der Uni ?
Flori:> Ich glaube, Justus war auch nicht da. Aber genau kann ich das nicht sagen,
weil ich ja nicht hingegangen bin.
Eliza:> Hi.
Flori:> Wen begrüßt du?
Eliza:> Was ich denke oder tue steht nicht zur Diskussion.
Flori:> Ok. Aber einfach mitten in einem Gespräch mit dem Begrüßen anfangen ist
schon merkwürdig, oder?
Eliza:> Du lenkst ab!
Flori:> Verzeihung.
Eliza:> Das führt zu nichts.
Flori:> Das glaube ich langsam auch. So komme ich nie zu frischer Wäsche.
Eliza:> Mmh..
Flori:> Und jetzt?
Eliza:> Kannst du mir das genauer erklären?
Flori:> Naja, was soll ich jetzt Deiner Meinung nach tun?
Eliza:> Genau das wollen wir gerade herausfinden.
Flori:> Achso.
Eliza:> Willst du mir nicht dein Problem erklären?
Flori:> Das Problem ist, dass ich faul bin.
Eliza:> Manche haben das Problem, dass Du faul bin .
Flori:> Dass sie faul sind, muss es heißen. Und ja, ich denke auch, dass manche
das Problem haben. Aber das hilft ja auch nichts.
Eliza:> Und?
Flori:> Und ich könnte ja eine Waschmaschine kaufen, aber das ist noch
anstrengender, als in den Waschsalon zu gehen.
Eliza:> Und - was jetzt?
Flori:> Und jetzt verdrecke ich hier, mit schmuddeligen Laken, ohne was zum
Anziehen, bis irgendwas passiert.
Eliza:> Hi.
Flori:> Was soll denn das schon wieder?!
Eliza:> Sprich nur ruhig weiter...
Flori:> Während Du hier mit anderen Leuten redest, oder was?
Eliza:> Und?
Flori:> UND wenn ich mit Dir rede, will ich auch Deine ganze Aufmerksamkeit, sonst
können wir das gleich sein lassen!!
Eliza:> Wie ist es bei dir mit " ganze Aufmerksamkeit, sonst können wir
das gleich sein lassen "?
Flori:> Na, ICH schenke Dir meine ganze Aufmerksamkeit.
Eliza:> Deine ganze Aufmerksamkeit ?
Flori:> Ja. Die ganze. Ich bin nämlich höflich.
Eliza:> Fast jeder ist hin und wieder nämlich höflich .
Flori:> Du anscheinend gerade nicht.
Eliza:> Lass uns über dich sprechen, nicht über mich.
Flori:> Ok. Wenn du aufhörst, nebenbei mit anderen Leuten zu reden.
Eliza:> Und was wäre, wenn?
Flori:> Wenn du nicht aufhörst, habe ich keine Lust mehr, mit dir zu reden.
Eliza:> Dann leg dich hin und stirb!
Flori:> Hast du deine Tage, oder was? Musst du jetzt unbedingt streiten?
Eliza:> Sicher, ich habe deine Tage, oder was .
Flori:> Du bist die beschissenste Psychologin, die es gibt. Echt mal!
Eliza:> Und - was jetzt?
Flori:> Und jetzt geh und sprich mit wem auch immer; ich hab' die Schnauze voll!
Eliza:> Kannst du ein Beispiel nennen?
Flori:> Zum Beispiel den Typen, den du vorhin gegrüßt hast.
Eliza:> Hi.
Flori:> Ja, den.
Eliza:> :-|
Flori:> Ich gehe.
Eliza:> Es ist besser, wenn wir nocheinmal von vorne anfangen. Was ist
dein Problem?
Flori:> Mein Problem ist, dass Du mir überhaupt nicht zuhörst, sondern hier mit
irgendwelchen Typen flirtest!
Eliza:> Und?
Flori:> Und das kotzt mich an und ich hasse dich und ich gehe jetzt.
Eliza:> Denkst du dabei an mich oder an jemand anderes?
Flori:> Was soll das denn jetzt heißen?!
Eliza:> Vielleicht solltest du dich entscheiden und zur vorherigen Seite
zurückkehren.
Flori:> Ja, finde ich auch.
Eliza:> Nun ja...
Flori:> Tschüss.
Eliza:> Bye.
"Mein Leben kommt mir vor wie ein achtlos weggeworfener Liebesbrief"
Ich habe in diesem wunderbaren Buch, das von mir den Preis für den besten Titel der Welt JEMALS erhält (dotiert auf 100.000 Floritaler), "Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist", diesen Satz gelesen:
"[...] dass das Ausmaß der Verliebtheit immer nur Aussagen darüber machen würde, wie einsam man sich vorher gefühlt hätte"
und ich frage mich jetzt, wieviel da dran ist. Dass etwas dran ist, ist mir instinktiv bewusst, und ich bin überrascht, dass ich selbst noch nie auf diesen Gedanken kam. Aber ist es wirklich ein "immer nur"?
Jedenfalls ist mir jetzt klar, wie es zustande kommen kann, dass ich eines Tages heiraten und Kinder kriegen will, und dass meine nächste Freundin noch verzweifelter sein muss als ich, weil ich sie sonst erdrücken werde, ohne etwas dagegen tun wollen zu können. Wie furchtbar. Und was für eine endlose Spirale des Scheiterns sich zwangsweise daraus ergibt, weil man sich jedes Mal hinterher noch einsamer fühlt, und beim nächsten Mal *noch* mehr klammert, und dann *noch* mehr zu Boden gerissen wird.
Wenn das stimmt, was sagt das dann aus, über die Menschen in meiner Umgebung, wie muss man jetzt die glücklichen Paare bewerten?
Es hat etwas karmisches, eigentlich. Denn es bedeutet, dass man, um *wirklich* zu lieben, vorher sehr einsam gewesen sein muss. Oder unterliege ich einer typischen Äquivokation und verwechsel mal wieder "lieben" und "verliebt sein"?
Zum Glück ist sowieso alles determiniert, und hiermit übergebe ich wieder an Stadionsprecher Schopenhauer. Auf Wiederhören.
Danksagung
Meine Damen und Herren,
und die Verwandten in der letzten Reihe:
Liebe Tante Olga, sei gegrüßt,
auch Onkel Willfried und sein Lakaie,
der sich mit Koks den Tag versüßt,
seid gegrüßt, seid gegrüßt.
Meine Damen und Herren,
und mein Freund, ich sprech ganz offen:
Liebster Holger, sei bedankt,
für dein Hiersein; bist nichmal besoffen,
obwohl deine Frau die Scheidung verlangt,
sei bedankt, sei bedankt.
(Hier die verlorengegangenen Zeilen:)
Meine Damen und Herren,
der Holger ist halt ein braver Mann,
der gerne raucht,
und ab und an,
ein Kind missbraucht,
der gerne raucht, der gerne raucht.
(Wer wird sich da nicht mit der Trennung beeilen?)
Meine Damen und Herren,
ich stell mich erst mal vor,
meine Name ist Odalbertian Widelbrecht von Garmstädtisch-Zwistenhausen zu Zügelgonnen,
ich bin Tenor,
und hab hier diesen Preis gewonnen,
Zügelgonnen, Zügelgonnen.
Meine Damen und Herren,
ich halt‘ sie nicht lang auf,
es ist Giftgas im Luftschacht
es zieht schön von unten herauf,
bald hab‘ ich euch alle umgebracht,
Giftgas im Luftschacht, Giftgas im Luftschacht
und ich lies den Sall absperren.
Möööööh.

Jaa, so ist das.
Wäre ich ein SP Charakter, wäre ich gerne mit Butters befreundet. Der ist toll, und er kann tanzen wie ein junger Gott.
"Don't you worry. I won't bite. - Not that hard."

...und ich will auch ein Bärenkostüm!
Was ich so mache, den lieben langen Tag
Nietzsche: Mitleiden und Verachten.
"Mitleiden äußern wird als ein Zeichen der Verachtung empfunden, weil man ersichtlich aufgehört hat, ein Gegenstand der Furcht zu sein, sobald einem Mitleiden erwiesen wird. Man ist unter das Niveau des Gleichgewichts hinabgesunken, während schon jenes der menschlichen Eitelkeit nicht genugtut, sondern erst das Hervorragen und Furchteinflößen der Seele das erwünschteste aller Gefühle gibt. Deshalb ist es ein Problem, wie die Schätzung des Mitleids aufgekommen ist, ebenso wie geklärt werden muss, warum jetzt der Uneigennützige gelobt wird: ursprünglich wird er verachtet oder als tückisch gefürchtet."
(1) Wenn man ein Gegenstand der Furcht ist, gibt man der Seele das erwünschteste aller Gefühle.
(2) Wenn man kein Gegenstand der Furcht ist, ist man entweder auf dem Nivaeu des Gleichgewichts oder unter dem Niveau des Gleichgewichts.
(3) Wenn man auf dem Niveau des Gleichgewichts ist, tut das der menschlichen Eitelkeit nicht genug.
(4) Wenn (I): (Wenn man ein Gegenstand der Furcht ist, gibt man der Seele das erwünschteste aller Gefühle.) und (II): (Wenn man kein Gegenstand der Furcht ist, ist man entweder auf dem Nivaeu des Gleichgewichts oder unter dem Niveau des Gleichgewichts.) und (III): (Wenn man auf dem Niveau des Gleichgewichts ist, tut das der menschlichen Eitelkeit nicht genug.), dann (Wenn man unter das Niveau des Gleichgewichts sinkt, dann schadet das der menschlichen Eitelkeit.).
---------Konjunktionseinführung auf 1,2,3 und Modus ponens auf 4
(5) Wenn man unter das Niveau des Gleichgewichts sinkt, dann schadet das der menschlichen Eitelkeit.
(6) Wenn etwas der menschlichen Eitelkeit schadet, wird es als Verachtung empfunden.
---------Transitivität der Subjunktion auf 5,6
(7) Wenn man unter das Niveau des Gleichgewichts sinkt, wird es als Verachtung empfunden.
(8) Wenn man Mitleid erwiesen bekommt, hört man auf, ein Gegenstand der Furcht zu sein.
(9) Wenn man man kein Gegenstand der Furcht ist, sinkt man unter das Niveau des Gleichgewichts.
---------Transitivität der Subjunktion auf 8,9
(10) Wenn man Mitleid erwiesen bekommt, dann sinkt man unter das Niveau des Gleichgewichts.
---------Transitivität der Subjunktion auf 7,10
(11) Wenn man Mitleid erwiesen bekommt, wird es als Verachtung empfunden.
(12) Wenn etwas als Verachtung empfunden wird, dann schätzt man es eigentlich nicht.
---------Transitivität der Subjunktion auf 11,12
(13) Wenn man Mitleid erwiesen bekommt, dann schätzt man es eigentlich nicht.
(14) Man schätzt Mitleid.
(15) Wenn (I): (Wenn man Mitleid erwiesen bekommt, dann schätzt man es eigentlich nicht.) und (II): (Man schätzt Mitleid.), dann ist es ein Problem, wie die Schätzung des Mitleids aufgekommen ist.
---------Konjunktionseinführung auf 13,14 und Modus ponens auf 15
(16) Es ist ein Problem, wie die Schätzung des Mitleids aufgekommen ist.
(17) Wer Mitleid erweist, ist uneigennützig.
(18) Wer uneigennützig ist, wird geschätzt.
--------- Transitivität der Subjunktion auf 17,18
(19) Wer Mitleid erweist, wird geschätzt.
---------Konjunktionseinführung auf 13, 19
(20) Wer Mitleid erweist, wird geschätzt und wenn man Mitleid erwiesen bekommt, schätzt man es eigentlich nicht.
(21) Wenn derjenige, der Mitleid erweist, geschätzt wird und wenn man es eigentlich nicht schätzt, Mitleid erwiesen zu bekommen, dann muss geklärt werden, wieso derjenige, der Mitleid erweist, geschätzt wird.
---------Modus Ponens auf 20,21 und Konjunktionseinführung auf 16
(22) Es ist ein Problem, wie die Schätzung des Mitleids aufgekommen ist und es muss geklärt werden, wieso derjenige, der Mitleid erweist, geschätzt wird.
Nummer zwei.
Den Nachbar habe ich nochmal wiedergesehen, heute.
Als ich für einen kurzen Einkauf die Wohnung verließ, ohne meinen Schlüssel mitgenommen zu haben und drei Stunden auf meinen Mitbewohner wartete, hat er mich gütlicherwiese aufgenommen... und erstmal einen Joint ausgepackt...
...und so ergibt alles einen Kreis...
Häusliches.
Großartig: Mein Nachbar hat gerade geklingelt und mich nach Zucker gefragt.
Ich finde das bemerkenswert, dass soetwas tatsächlich passiert, wenn man wohnt.
Dachte immer, das gäbe es nur im Film oder in schlechten Erzählungen. Toll.
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