Login / Verwaltung
Navigation
Kategorien
Kalender
Kaninchengänge
Kaninchenstall
|
Du befindest dich in der Kategorie: Kaninchengeschreibsel Montag, 07. April 2008
Danksagung
Meine Damen und Herren,
Dienstag, 10. Juli 2007
Wer schreit, der lügt.
Komm, Kommandant, komm Komma Komma Kommata, Katana kompliziert, kompiliziiert ko-impiliziirritiert zu viert! zu Pferd zu Fuß (ein Gruß) zu spät zu recht! Gerächt, in echt! Gerecht gezecht in's Gemächt gekotzt verrotzt otzt Holt einen Arzt! Er stirbt!! (vom 16.02.05, heute wieder- und für gut befunden)
Dienstag, 03. Juli 2007
Es sitzen keine Fischer in diesem Boot.
Und dann sterben alle kleinen Fische aus, ertränken sich im täglichen Sog und ich fühle mich etwas verwirrt, denn niemand fragt, wundert, oder gegenwärtigt überhaupt erstmal im Hier und Jetzt, was ja letztlich nichts anderes bedeutet als Ausgesetztheit an feinere Sinne, die aber eigentlich, das heißt also nach eigenem Ermessen, eher das Maul halten sollten, denn wer will das schon hören und auch schon wieder oder überhaupt erstmal nicht mehr hier, später vielleicht manchmal, aber lieber nur noch vollendet und von oben und wesentlich abgeklärter, etwa so wie von einer Aussichtsplattform aus, von der man garnicht ausblicken möchte weil sie selbst schön genug ist um gesehen zu werden, von da aus jedenfalls wäre es ein Leichtes zum 'verstehen wollen', das aber ist wie mit dem Reifen, das bringt nichts, selbst wenn es funktioniert, am Ende ist das nicht wichtig, sondern nur, ja was, was fügt man da jetzt an, da ist eigentlich nur eines, letztlich bleibt nur ein Satz für jeden übrig, in den man alles hineinpacken kann was man braucht auf seiner großen Reise in die Warteschleife, beziehungsweise in die eigene perönliche Einstellung zu sich selbst und dem Menschen der sich manchmal als du ausgibt, ganz freigiebig, wobei doch Situationen schon selten genug sein können, ohne dass ein Anderer sie an Andere vergibt, was dir dann als Verschwendung erscheint, was du aber eigentlich wiederum ganz gut findest, denn man ist ja jugendlich und aufgeschlossen und der Wahnsinn regiert noch immer den Straßenbelag der Gehirnwindungen, so wie immer für richtig erklärt, halb im Glauben versunken und halb im Selbstbestätigung suchenden Drüberstehen, ähnlich wie diese Plattform eben, nur auf wackeligeren Beinen, kleinen dünnen Stelzen aus wurmstichigen Holz, die nichts tragen außer Überschwang und Übelkeit, ganz zum Schluss dann wieder in der Vergeblichkeit versunken, aus der man eigentlich ausbrechen wollte, sie erbrechen, verdauungsgestört und apetitlos, eine einzige Ode an das Wachstum und den Reichtum der eigenen hoffnungsgebenden Vorstellungskraft. Und das war's dann meistens, jedenfalls so lange wie man den eigenen Atem anhalten kann.
Donnerstag, 30. November 2006
Angsthasen
Letzter Tag auf Erden. Bewusstseinsspaltung.
Zeitungsingenieure trotz seelisch verinnerlichter cineastischer Korrektheit arbeitsfrei. Keine letzten Schlagzeilen, kein letztes Programm. Keine Flimmerbilder mehr, keine Schallwellenmusik dringt an das Ohr. Kein Strom. Kein Wasser. Kein Bedarf. Nur du und ich. Und alle anderen auch: Nur sie und einander.
Vergewaltigung und Mord. Geheime Gelüste gewinnen die Oberhand. Triebe wachsen aus dem Inneren hervor, brechen ans Tageslicht und spotten Recht und Ordnung. Doch kein Empören kann sich mehr regen. Keine Rache, kein Vergeltungsschlag. Keine Präventivmaßnahmen mehr. Die Notwendigkeit ist tot. Auch die stets diskutierten Suchterzeuger entfallen unerwartet häufig. Niemand wundert sich.
Überall bildet sich Zweiheit. Das Individuum explodiert und verglüht schließlich zu zwei Teilen. Wir zwei. Ablehnung der Natursehnsucht. Nur noch Menschen, Gemeinsamkeiten, Taktgefühl und Entgegnung. Immer als Paar, nie alleingestellt. Der Hunger: Bedeutungslos. Der Stress: Abhanden. Der Krieg: Zu langwierig.
Mitten zwischen zwei unlängst sich ignorierenden Todfeinden erblickt unser Erlöser die Szenerie aus Chaos, Unordnung und Akzeptanz. Dieser Tanz, diese eine Bewegung, zieht sich und blickt zu ihm zurück.
"Was ist das eine große Geschöpf das in dir wohnt? Woher kommt es? Was will es von dir, wenn es nicht gerade deine Innereien verschlingt? Wo ist die Bedeutungsebene deiner gelb erleuchteten Aura?"
"Und wer dringt fortwährend in seinen Kreislauf ein? Ist die Antwort in sich das perpetuum mobile einer längst vergessenen Zeit? Hat Prometheus das Feuer wirklich den Menschen gebracht oder vielmehr ihren Angstphantasien?"
"Stirbst du, wenn dein Ba-Körper sich von dir trennt? Oder kehrst du wieder zurück zu Staub und Asche. Zu der großen Wolke, die alles erdrückt. Wird die Wiedergeburt dieses Mal anders?
Du kannst uns alle retten. Du bist der Mensch der keine Brücken mehr überqueren muss. In jedem großen Sturm taucht ein großer Mann wie du auf. Mit keiner einzigen Alternative als seine riesigen Hände zu erheben über das verschwindende Land. Aber deine Hände sind nicht rot. Kein Geld, kein Schlaf, keine Versammlung braucht er um eins zu werden mit seinem Selbstrespekt. Ein Insekt, aus Schlamm geboren, mit grünem Schatten und gelben Rotwildaugen. Du bist, - hast die Kraft uns neues Leben zu schenken und zu verwirklichen. Du kannst es aufhalten und stoppen. Du siehst es in deinen Albträumen: Das Ziel deiner Kopfsucht. Gebannt auf Bildschirme: Du bist ein katastrophaler Mann, ein gescheiterter Gott, ein verwunschener Engelsträumer. Du kannst... immer... und du kannst deinen Willen bestimmen. Also?"
"Nur das Chaos bringt die Liebe. Sieh dich um. Sie leben. Weil sie sterben. Die Hässlichen klopfen nicht mehr an die Tür der Gerichtsbarkeit. Ich lasse ihre Wärme hinein.
Hörst du das Donnern? Siehst du den Lichtblitz?
Mein Fleisch schält sich vor meinen Augen. Sicher hätte ich die Möglichkeit Möglichkeiten zu erschaffen, aber nie zuvor hat ein großer Mann das Ausmaß seiner Taten erblicken dürfen. Ich verzichte auf die Freiheit den Willen zu bestimmen... meine Freunde sind schon längst gegangen, und so auch du, in diesem Moment des Einlasses.
Es ist aus, ich sitze alleine hier und klopfe an alte Türen. Dieser eine Tag war es wert, vernichtet zu werden. Und unbemerkt blieb mein Abgang.
Doch hätte auch nur einer von ihnen meine Möglichkeiten begriffen, er hätte sie mir genommen. Wie ich."
Donnerstag, 09. November 2006
Kaninchenkind
Ich lasse deinen Kopf sich drehen, mit nur einer einzigen neuen Welt. Ich erschaffe sie aus dem was du sagst, was du schmeckst und was du heimlich an den Feind weiterverrätst. Dein Kind, deine Bewusstseinslücken, deine Schreie. Ich will nicht wissen was es gibt! Verrate deine lückenlose Ignoranz an andere. Ich will nicht mehr wissen wen es gibt. Verrate mich an das Überbleibsel aus längst vergangener Abendshow. Vertrete dir die Beine mit deinen neuen Füßen. ICH will nichts mehr wissen. Nicht wie du mir heimlich Vorwürfe machst, nicht wie du alles tötest was dir in den Weg kommt: Meine Lebenslust, meine Standhaftigkeit, anderer Leute gute Laune, oder das Reh... plattgewalzt von den unglaublichen Massen deiner autoreifengleichen Trittflächen. Erschlage mich wie es mit dem Warndreieck, lass uns gut sein. Lass mich meinen Weg machen in den tiefen Untergrund. Wo einem einsamen Herrscher seine Krone gestohlen wurde. Wo ich mit dreckigen Liedern die Zeit ausfüllen kann. Mehr und mehr. Länger und länger zu erlangen den einen Schuss: Furcht. Jetzt. Zwischen den Gesteinsbrocken verblasster Menschheitsgeschichte, vergraulte Vergangenheit. Du, bekannt für deine unaufhörliche Frage nach dem Ende des Fortwährenden, führ' mich hinab. Oder stoße mich. Oder dreh dich um, damit ich laufen kann! Laufen für die Traumwerkstatt: Gummipuppen und Lutscher. Lass mich in das Innere. In MEIN Inneres. Ich will nicht wissen was du hast. Lass mich allein. Ich kann nicht mal mehr schreien, nein, nicht ein Schrei entspringt der Quelle meiner Musik. Sag nicht nein zu meinen Wünschen, ich weiß du kannst sie teilen. Du konntest es, einst, als wir zusammen im Fluss des Herzens schwammen, als wir beide fürchteten was es zu wissen bald nicht mehr gibt. Und du sagst: "Du, du kleines Wesen. DU magst so gerne deine eigene Musik. Und nichts anderes. Dein Auftritt ist nichts weiter als endlos wiederholbare Selbstbefriedigung. Dazu sage ich nur NEIN! Nur dieses eine Wort. Einfach so. Lebe doch deine Musik, strebe nach ihrem Wesen. Und verlange nicht von mir Rythmus in dein kaputtes Wachbewusstsein zu schieben. Die Zeit war schon immer mein Feind, das weißt du. Gleichzeitig auch mein Geliebter, meine Familie und mein gestohlenes Statussymbol an die alte Großvateruhr. Und wenn du, in deinem endlosen Rausch, zwischen zurückgetretenen Endorphinschocks, in einem kleinen Moment des Überlebens, wieder zur Klarheit kommst, alle anderen erkennst und weißt was für immer ist... So kommt die Erinnerung zurück, dass ich nicht der Vampir in den Schränken deiner Abgründe bin, nicht deine langweilige Ehefrau, auch nicht dein dummes Gewissen, sondern schlicht und einfach die Wahrheit zwischen den Zeilen: Ich bin du - und die Trennung unserer Gesamtheit ist nichts als der Wunsch einer altbekannten Sache, sich endlich in einem neuen Gewand begriffsstutzig zu machen." Wir spielten Stein, Schere, Papier - und alles was uns blieb war der alte Wandschrank mit seinem dunklen Inneren, von dort aus verschließbar, für immer. Ich will nicht mehr wissen was ich alles gewesen wäre!
Donnerstag, 12. Oktober 2006
Kaninchengebrabbel
Nachschenken. Berufsübernahme durch einen dieser Proleten. Braune Korbflaschen, Plastikfoliengehäuse, schwarz-rote Eimer. Und dreiduzend Supermarktkunden ehrlich wimmernd an einem Baum. Wegschmeiß-Leben, Vertrödel-Zeit, Vollidioten-Sammelbecken. Personalisationskette als Alternativlösung, zusammengesetzte Hinterhöfe und echt ätzendes Personal. Dann die Zahnarztrechnung, das Zusammenkratzen und Sammeln für den Schmerz, zum Dank. Theorie eins: Bodensatz als Simultanwirkung mit dem verlängerten Rückenmark stürzt sich nur widerwillig in schwarze Kehlen. Absatz wird von den ewig gleichbleibenden Beschwerden übernommen. Theorie zwei: Die Zange verbindet Schüttelfrost und Geschmacksverstärker als Abbild der "Gesellschaft" (altes Synonym für die große Selbstschau -vor sich selbst oder imaginären anderen, ganz gleich-, Albernheiten der multifunktionsgestörten Identitätskrise) Wann hat das je aufgehört weh zu tun? Und wo ist sie hin, die goldgelbe Sonne? Wo bin ich jetzt und wohin führt mich das streng lächelnde Abführmittel der Existenz-Allegorie: 'Ewiges Begrifferaten zur Seinsäußerung'?? Letztlich, mit dem endgültigen Schluck, nach dem Schluckkrampf, nach der Bewegung und den Bettlern, verzichten wir doch alle weitgehend auf die selben Ansprüche. Wir stellen sie nie, sie schäumen auf und quillen uns aus Nasen und Ohren, doch wir zensieren sie. Wir kommen nicht darauf hinaus und verdächtigen uns als Zerstreuer der blöden Traummaschine. Wir schmecken uns und glauben an vakuumgesteuerte Abbilder, an den Plural und an die heilige Einzahl der Sterblichkeit. Und dann, in dem letzten Zögern zwischen Traum- und Dreckwelt, vergessen wir die eine Sache, die uns umtreibt. DU ignorierst die Sehnsucht in dir, den Wunsch nach etwas das du nicht kennst. Niemand kennt es, vielleicht hat es nie existiert. Und doch verbleicht es nicht im alternden Verfallsstreben. Es passt sich nicht an und geht nicht unter, nur DU selbst. Und jetzt Pfandabgabe für diese lächerliche Lückenbüßerei. Aufstoßen, Beschlüsse verhalten sich abnorm, Affentheater abschalten und sich selbst vergessen. Aber mit Vergnügen und Hintergrund. Rechtfertigt das, ihr Egokraten: Das Herz ruht sich nie aus, warum dann ihr?! Sterben wir in jedem Moment der Entspannung vorzeitig und entstehen neu als Mensch? Neonatizid als Depressionslösung? Dann lieber den Kassenbon verbrennen und die Kassiererin steinigen. Letzte Mahlzeit, letztes Wir. Prost.
Donnerstag, 21. September 2006
Das weiße Karnickel des Todes
Weiße Wintersprossen wie ein Hauch von Neuschnee auf ihrem Gesicht. Die Augen wasserfarben, mal klar - mal trüb, gefrieren und lassen mich erstarren. Ich erzittere mit all meinem Körper, mit jedem Haar und jedem Trieb; mir ist wohl kalt, doch ich spüre es nicht. Frosthauch, ihre Stimme. Farblose Wolken strömen aus ihr, zu mir, mich einzunebeln, einzuweben wie in das eisige Netz einer Schneespinne. Die Zähne blenden mich, so weiß, ich bedecke meine Augen. Doch ist es nur das Licht der Kältesonne, welches sich wie in einem Eiskristall spiegelt, mir entgegen, mir zu schaden und mich wirr zu machen. Allein, ich lasse meine Sinne nicht narren, zersprenge die Täuschung und erleuchte Stalagmiten und Stalagtiten aus Eis, getarnt als Zähne, diese spitzen Beißwerkzeuge. Kalter Schweiß auf meiner Stirn. Und eine einzige flüssige Träne aus ihrem Auge: Warm, salzig, eine Spur nach sich ziehend wie ein Feuerkäfer in der Winterlandschaft, die ihr Körper darstellt. Ein Fremder in einer Welt aus Eis und Schnee, verheerend: brennend, zerstörend, am Ende aber unterlegen, unter Schneelawinen begraben. So auch die Träne, sie hat das Kinn erreicht - und alles was von ihrer schönen Kraft übrig geblieben ist: Ein gefrorener Tropfen, bald nicht mehr von denen des Regens unterscheidbar; in ihrem hübschen Angesicht -mir zum Spiegelbild- nur noch eine weitere Wintersprosse. Wie ich, in meiner letzten Betrachtung erfroren, legt sie sich in den Kälteschlaf, wohlwissend eines Tages in einer Welt aufzutauen, die uns verbrennt und in der nichts geblieben ist von der glasklaren Schönheit meiner weinenden Liebsten.
Donnerstag, 30. März 2006
Kaninchentiefsinnlos mit Gewinnchance
Geschichtstauglichkeit unter Beweis, Hormonschwankungen unter Verschluss. Kreislaufstörungen in Haft, diagnostizierte Bedingungen unerfüllt, erwünscht, verträumt. Kleine Macken, großes Kacken; Durchfallinsel in der besetzten Zone. Keine Hose. Nichts zu tragen, kein Wein, keine Ware, nur Susbraktionskerten nirgends dunkelnd. Zu schnell. Frettchen umkreisen mich. Ein Wind kommt von den Inseln. Ausgewaschene Hosen. Der Lächerlichkeit preisgegeben. Folterreiwäsche justiert Zweifel im Selben. Frau, Kind, Unfallwagen und die Sowjetunion. Verlorenes Diebesgut trägt nüchterne Stille. Kein Regen kann meine Tränen verstecken. Der Kurs fällt zurück, erschlägt den freien Willen und betet für den Stillstand. Dann der Neologismus, unverändert klar: Es fängt wieder an, es beginnt; bleib stehen, komm runter, langsamer, keine Angst. Stoßgebete nach Bewahrung karikieren den Verstand. Sehnsucht und Eifersucht vergehen im Raster. Weitergehende Studien gingen zu weit; Stillstand, glückraubend und das Selbst ad absurdum führend, ebenso die Wünsche. Unerfüllte Feenwelten müssen erhalten bleiben. Anhang der Projektion in der Existenzangst: Auch nur ein Widerspruch im Wiederspruch, Kreislauf, Weisungshaufen, populär. Ungefragter Besuch, erwünschter Sinneswandel. Versprechungen, Küsse, falsche Lügen, Konsummaterial; alle tanzen, fahren, haben Augen, erblinden den Krückstock, schlingen, verdauen, bilden Sekrete, scheiden aus und EINFACH NUR VIELE VIELE SITUATIONEN. Und so fort.
Mittwoch, 22. März 2006
Kaninchenkonstrukte
ZERMATSCHT. Zeitlos durch einen Hammer. Breiige Masse. Immer denken und die Wege wegwerfen, die ich wähle. Weggehend denken. Keine Reue. Dreihundert mal praktiziert, nie bemerkt, nur vermerkt, katalogisiert, kategorisiert, kaschiert... Versteckt, schließlich wieder verworfen. Gedachtes unter Verschluss. Alles versteckt, verbuddelt und vergraben; keinen Gedanken dran verschwendet. Dann verfolgt, greifbare Nähe. Erwachen und gefangen! Keine Fluchtmöglichkeit, jeder weitere Schritt befreit deine Ewigkeit. Und nicht mich. Und nicht ich. Nur die Konfrontation. Stöcke und Pflanzen. Unerfülltes Glück, verständnislos. Fortwährend bringst du mir deinen Hunger bei. Dann das ganze Herz, von Anfang an, donnernd, unkontrolliert, tief brennend, infizierend, denkend. Verstand beerdigt, Grenzen gezogen und eingehalten. Ich zeige dir purpurne Himmelsstürme, angstlose Gärten. Hier kannst du endlich mal aufhören du zu sein. Aber ich seh dich nicht, deine Selbstkonstruktion beinhaltet mich nicht, ich werde ausgeblendet, kann mich deinem Zorn nicht mehr stellen. Kein Sturm, kein Wind, keine Böe. Herunter, langsamer, keine Sorge, bittebittebitte keine ANGST. Jetzt finde ich mich selbst nicht mehr. Du hast mich zweifeln und bangen gemacht. Du hast mich beraubt. Du hast mich verneint. Du hast mich an die Wand geklatscht. Und.
Freitag, 17. Februar 2006
Kaninchenkondensat
Es geht los. Leise, lahm, ruckartig, holpernd. Es stolpert. Es kollabiert. Es revoltiert. Es ist Eis. Es ist nicht brennbar. Nicht entflammbar. Kein Kerosin. Keine sengende Hitze, kein feuriges Rot, kein Schweiß. Keine Hitze, kein Schweiß, keine Hitze, kein Schweiß, Hitze Hitze Hitze. Es verbrennt mich nicht. Es schmort nicht, keine Rauchentwicklung, kein Ruß, keine EXPLOSION!!! Nichts wird entzündet, nichts wird vernichtet; nichts löst sich auf. DIESE VERDAMMTE HITZE EXISTIERT NICHT! Keine Narben, kein Vergehen. Keine Negation. Keine Handlung, keine Verhandlung, VERNEINUNG! Es brennt nicht. Das ist kein Feuer. Stimmt gar nicht. Alles Lüge. Meine Hände bilden keine Blasen, es regt sich nichts. Es wabert nicht, es ist kein Plastik, es platzt nicht auf! Es brennt nicht hier. Kein Schwefel, keine Hitze in mir. Die Luft wird nicht aufgefressen, nichts wird entblöst. Es ist nicht tot. Keine Asche. Es ist meine Dusche. Keine Frage. Und nur der geistig Gesunde ist über jeden Zweifel erhaben.
Donnerstag, 26. Januar 2006
Kaninchenschatten
Du sitzt allein in deinem Raum, wünschst dich zurück in deinen Traum. Du stirbst allein in deinem Raum, wirfst dich weg wie deinen Traum. Es geht nicht alles ganz nach Plan, so ewig. Du bist nicht echt, nicht ganz normal; bist nie hier und gehst gleich fort. Bleib bei mir in meinem Sarg, zieh die Maske ab und sag:
Mittwoch, 25. Januar 2006
Hasenstall für Geld
Wir sind alle verrückt hier, hoppsen -hasengleich- über die Zeitfläche, Augenbälle zu rot, viel zu groß und zu tot. Der Ausdruck wird zu Knochen. Unmöglichkeit der Trennung zwischen Ketten und Leben. Schließlich Glockenklang im Äther. Süßer Ruhm. Hangman. Glockenaugen. Glauben an Kältefrieden. Zuviel? Genau so. Dibbeldabeldi. Oh ja. Dampfeisenbahnschienen klingen traurig. Der Ozean, an den du denkst, ist wahr. Alles was rosa ist, ist wahr. Auch der Löffel. Gefühlt, hör auf es darzustellen. Krampfartige Flaschenschiffe. Alles, was du niedermachen kannst, ist wahr. Der Kampf, den du träumst, ist wahr. Alles was du anmalst, ist wahr. Das Papier in deinem Schuh. Deine famose Tischkennung. Deine Nummer. Deine kraftlose Übersteigerung. Deine Wahrheit. Dein Gestammel ist wahr. Deine Zähne jedoch Gebäude der Dinosaurier. Überbleibsel der Fische. Ha! Dampfeisenbahnschienen klingen ab. Zitadelle. Fluch dem heruntergebrannten Zeitungsjungen, dem Biest. Die Nächte sind kurz, aber die Erzählungen lang, im Flusschamäleon, dem Fisch. Hölle da oben und Himmel da unten. Heiliger Regen den Vergrabenen, die Verdammten. Hier rüber, Einstmalige. Druck! Druck! Zerstört. Irreparable Schäden der Ordnung. Es verspätet sich. Es verspätet sich. Es zerlegt mich. Mich. Zu spät. Flacher Kuchen. Kein Matsch. Falsche Verlegung. Punktgenaue Abnahme. Spaßgesellschaft. Flaschengesellschaft- Schluckspechtgesellschaft. Gesellschaftskritiker. Gesellschaftsfähigkeitsgesellschaft. Gesellschafter. Vergesellschafter. Vakuumsgesellschaft. Übergesellschaft. Vergesellschaftlicht. Abmahnung an die Strafgesellschaft. Häftlinge. Sozialkritik. Moral. Sinn. Ordnung. Fleiß. Klischees. (Bedienen).
Trinkgeld.
Mittwoch, 11. Januar 2006
Kaninchenpropagandismus
Verputz, Anstrich, Tapeten, Vollwärmeschutz Küchenparadies Mittwoch Nachmittags geschlossen wir wissen mit welchem Stoff man welche Efekte erzielt Besuchen sie uns auch im Internet Tag u. Nacht Beseitigung von Rohrverstopfungen jeglicher Art Bestattungsinstitut. Glasreparaturen & Duschen - Bildereinrahmung Spiegel Kübeldienst Überführungen im In- und Ausland Zeltverleih - Equipment & Events - Planung & Organisation Särge in jeder Ausführung und Preislage Orthopädisch-Chirurgische Gemeinschaftspraxis Sterbewäsche Ihre Badezimmersanierung und Heizungserneuerung Bestattungsvorsorge für Alleinstehende Abholmarkt u. Heimdienst Erstellung von Trauerdrucksachen Fliesenfachgeschäft Erd-, Feuer-, Seebestattungen Informationen über Werbeeinträge Kompetente, pietätvolle Beratung auch im Trauerhaus Zentralheizung -Öl- und Gasfeuerwagen - Installation von Gas und Wasser - Schwimmbadanlagen Erledigung sämtlicher Formalitäten und Bestattungsangelegenheiten Kundendienst nach Geschäftsschluss
Sonntag, 08. Januar 2006
Kaninchenkreisel
Das verfickte Kamel beginnt wieder mit seinen Tiraden, schüttelt mich, wütet in mir, wuselt um mich herum und hüpft gegen radikales Gedankengut. Kein Mensch sieht die Engelstränen in ihren blutverschmierten Haarlocken kleben. Sie weben das Trauerspiel der Spitzmaus, reißen an mir. Fickscheiße. Der verdammte Sinn verbirgt sich hinter gelbgeränderten Nikotinfingern, die Augen sind blau. Fischköpfe. Krümel. Das Licht fängt sich wieder und streichelt mir über die Beine. Ich schaudere. Die Nackenhärchen stellen sich auf. Es ist offensichtlich, das Kribbeln beginnt, wieder, es kommt zurück. Der Besuch. Alles klar. Ich will ihn nicht. Der Teufel soll ihn holen und all die fiesen kleinen Dreckschweine noch mit dazu. Hört auf, mich zu bedrängen, ihr seid ja auch nicht besser als ich. Es dreht sich und dreht sich und dreht sich und dreht sich und dreht sich und dreht sich. Ende.
Dienstag, 13. Dezember 2005
Kaninchenhmynen
Wuselige Informationsimitationen bedrängen die beleidigenden Taschentuchmuster auf meinem Bettlaken, hüpfen quer durch den Raum, werfen alles um, was sie finden. Sie zwingen den Vampir in meinem Schrank zur Einsicht, geben ihm einen Zweitschlüssel und liefern Bildmaterial aus dritter Hand. Subtile Handschuhe drängen sich in den Vordergrund, Schweinesülze, finden meine Kochrezepte, fördern mein geistiges Erbrechen. Mittschiffs erwartet mich der Tod, lenkt sein Ruder ostwärts, hüpft an Bord und fängt an zu schlecken, rigoros. Es hilft nichts, meine Knie werden weich. Die Gesichter der dunklen Gestalt schweben nicht auf mich zu, sie sind es müde geworden. Wir trinken Tee mit Zitrone und würfeln ums Überleben im Kaleidoskob der verwunschenen Themenabende längst vergessener Mineralvorkommen im Nahen Osten und im farbigen Dunst der schier unerschöpflichen Reichhaltigkeit meiner Gehröcke steht eine einsame Hüpfburg verlassen und traurig ewig sterbend und nie erlöst von dem Leiden der mitleidigenden Hauskatze meines Hauptverkehrsvorsitzenden im dumpfen Gleichschritt der Keimbahn. Sturmtakt.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||