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Dienstag, 03. Juli 2007
Es sitzen keine Fischer in diesem Boot.
Und dann sterben alle kleinen Fische aus, ertränken sich im täglichen Sog und ich fühle mich etwas verwirrt, denn niemand fragt, wundert, oder gegenwärtigt überhaupt erstmal im Hier und Jetzt, was ja letztlich nichts anderes bedeutet als Ausgesetztheit an feinere Sinne, die aber eigentlich, das heißt also nach eigenem Ermessen, eher das Maul halten sollten, denn wer will das schon hören und auch schon wieder oder überhaupt erstmal nicht mehr hier, später vielleicht manchmal, aber lieber nur noch vollendet und von oben und wesentlich abgeklärter, etwa so wie von einer Aussichtsplattform aus, von der man garnicht ausblicken möchte weil sie selbst schön genug ist um gesehen zu werden, von da aus jedenfalls wäre es ein Leichtes zum 'verstehen wollen', das aber ist wie mit dem Reifen, das bringt nichts, selbst wenn es funktioniert, am Ende ist das nicht wichtig, sondern nur, ja was, was fügt man da jetzt an, da ist eigentlich nur eines, letztlich bleibt nur ein Satz für jeden übrig, in den man alles hineinpacken kann was man braucht auf seiner großen Reise in die Warteschleife, beziehungsweise in die eigene perönliche Einstellung zu sich selbst und dem Menschen der sich manchmal als du ausgibt, ganz freigiebig, wobei doch Situationen schon selten genug sein können, ohne dass ein Anderer sie an Andere vergibt, was dir dann als Verschwendung erscheint, was du aber eigentlich wiederum ganz gut findest, denn man ist ja jugendlich und aufgeschlossen und der Wahnsinn regiert noch immer den Straßenbelag der Gehirnwindungen, so wie immer für richtig erklärt, halb im Glauben versunken und halb im Selbstbestätigung suchenden Drüberstehen, ähnlich wie diese Plattform eben, nur auf wackeligeren Beinen, kleinen dünnen Stelzen aus wurmstichigen Holz, die nichts tragen außer Überschwang und Übelkeit, ganz zum Schluss dann wieder in der Vergeblichkeit versunken, aus der man eigentlich ausbrechen wollte, sie erbrechen, verdauungsgestört und apetitlos, eine einzige Ode an das Wachstum und den Reichtum der eigenen hoffnungsgebenden Vorstellungskraft. Und das war's dann meistens, jedenfalls so lange wie man den eigenen Atem anhalten kann.
Dienstag, 19. Juni 2007
Selten, aber manchmal
Des Nachts, vor einem improvisierten Lagerfeuer, mittelalterlich gewandet und mettrunken sang mir das Bruder Björn, Gitarrist der Mittelalterband "Dunkelschön". Fast als sei ich direkt angesungen, spielten meine Gedanken Scharade und ich dachte so bei mir: Ich werde für immer der Mensch sein, der im vollen Umfang seiner Vergeblichkeit strauchelt, nicht merkt wie er fällt, den Aufprall verschläft und sich plötzlich in einem schmerzenden Zustand widerfindet, ganz unten, ohne zu wissen wieso. Wenigstens ist da jetzt Dota, die Kleingeldprinzessin, die mich in den Schlaf singt...
Dienstag, 15. Mai 2007
Schlussstrich
Aus und vorbei!
Jetzt bin ich wieder Privatperson, keine Zivilpersönlichkeit mehr. Irgendwie habe ich das alles glücklicher angefangen, als es geendet hat, also sehe ich mich nicht trauernd um die achsoschöne Zeit. ...vielleicht wird jetzt endlich alles besser....
Donnerstag, 26. April 2007
Dieser Eintrag ist selbstklebend.
Ich mag es ja, wenn neue Studentenhorden zu uns kommen, um ihr bodenkundliches Praktikum zu machen. Die stehen dann alle ganz cool, aber doch irgendwie eingeschüchtert, im Labor - und dann gibt es immer so tolle Dinge wie Sicherheitsbelehrungen. Das sieht dann etwa so aus: Ich wusel durch's Labor, um mir die Dinge zurückzuholen, die die Praktikumstutorin mir stibitzt hat. Immer in ihrem Rücken, natürlich, damit sie das nicht direkt mitbekommt. Sie sagt dann so Dinge wie: "Es ist ja schönes Wetter draußen, und die meisten von euch wären lieber im Schwimmbad, aber trotzdem muss man aus Sicherheitsgründen in so einem Labor dann doch Kleidung mit langen Ärmeln tragen, man weiß ja nie, was da so passiert." Ich bleibe dann stehen, schaue auf mein T-Shirt und grinse die Studenten an. Dann schlendere ich mit dem zurückeroberten Klebebandroller zu meinem Rucksack, um etwas aus meiner Wasserflasche zu trinken. Das ist immer der Zeitpunkt, andem die Tutorin so Dinge sagt wie: "Essen und trinken ist hier natürlich nicht gestattet, dafür geht ihr dann bitte raus." Inzwischen habe ich dann bei den Stutenden sowas wie ein Stein im Brett. Das mache ich aber später gerne wieder wett, indem ich ihnen bei den Geräten, an denen ich mich selbst nicht auskenne, "helfe", das heißt: Einfach mal'n Knopf drücken (meistens einen fatalen), schulterzucken und weggehen. Sehr beliebt ist es auch, jedenfalls bei mir, ihre Rucksäcke vollzutropfen, wenn ich frischgespültes Laborzubehör spazieren trage. Die Studenten selbst mögen das anscheinend nicht so, aber über Geschmack lässt sich ja streiten. :D Leider ist das alles nur halb so spaßig, wenn ich vergesse, dass es neben der Tutorin auch noch einen Tutor gibt, der mich natürlich bei meinen Kapriolen beobachtet; und der schenkt mir dann böse Blicke und gibt sich recht intolerant, vorallem was die Ohrenbären angeht, die "irgendjemand ständig überall hinkritzelt", und überhaupt und so, aber was soll man machen, werde ich nicht müde zu antworten, "die vermehren sich halt schnell". Und das war es dann auch schon meistens. Und das ist auch gut so. Und es ist auch gut, dass das alles bald aufhört. Viel länger kann ich nicht mehr, ohne zusammenzubrechen im Angesichte diesen "Lebensinhalts", den meine Kollegen noch über Jahre hinweg den Ihren nennen dürfen, diese armen Würste.
Sonntag, 15. April 2007
Wuselhaar
"Schöne Haare!" schreit sie mir zu und zieht an den selben. "Danke." sage ich. "Das meinte ich nicht ernst, ne? Sieht doof aus."
Donnerstag, 29. März 2007
Verwendungszweck: Nachspülen.
Gerade noch ersehnt, jetzt schon habhaft. Das Beurlaubtsein. Also: Das Nicht-arbeitengehen-müssen. Heißt: Nicht langsam verblöden bei immergleichunspannenden Aktivitäten, wie unkrautjäten, Bodenproben mahlen und einwiegen. Blattproben mahlen und einwiegen. N-minproben mahlen und einwiegen. Sich mit Säure vollschütten und haaren. Den Praktikanten im Weg stehen. Wasser destillieren. Sich selbst im Weg sein. Und Reagenzgläser spülen. Und so. Und dafür, naja, ... dafür habe ich jetzt nochmehr Zeit, um möglichst nicht nachzudenken. Aber auch um schonmal zu üben für später, wenn's 'rum ist, das Zeitverschwenden. Also, das Zivi-Zeitverschwenden... Das Zivil-Zeitverschwenden wird ja bestimmt besser. Nunja, und dann ist da auch noch die Sache, die gestern passiert ist, und die ich auch nicht aus dem Kopf kriege: Die Sonne deckt meine Arme mit Wärme zu, während ich auf dem Balkon des heruntergekommenen Gebäudes, das wir liebevoll Kosovo-Haus nennen, meine Mittagspause verlümmle. Vor mir ärgert sich Zivi M über sein 5-Minuten Chilli und auf meinem Schoß sonnt sich mein Buch. Jetzt, denke ich für einen kurzen Moment, ist alles ein bisschen gut, auch ohne Liebe. Einfach mal einen Moment lang aufhören mehr zu wollen als man kriegen kann. "Was ist da hinten eigentlich los?" fragt Zivi M und deutet auf die Straße. Eine beachtliche Menge an Autos staut sich dort. "Bestimmt garnichts." antworte ich "Die lassen sich sicher auch einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen, die Wagen." "Komm, wir sehen mal nach." schlägt er vor und stellt seinen Chilli-Becher beiseite. "Alles klar." seufze ich und springe nicht gerade elegant von der kleinen Mauer. Wir spazieren also gemütlich auf des Pudels Kern zu: Ein Krankenwagen, ein Motorrad, andere Schaulustige - und: ja, Polizisten. Ich sage noch irgendeinen dummen Quatsch, der lustig sein soll und dann, ja, dann sehe ich sie: Ganz in weiß gekleidet, sticht sie mir sofort ins Auge. Da steht meine Mutter, ganz allein zwischen einem Polizisten und noch zwei, drei Menschen. Sie sieht mich und läuft auf mich zu, in ihren Augen glitzert es und sie umarmt mich. Scheiße, denke ich - und ich bin mir sicher, dass sie das auch gerade denkt. Ein blöder Idiot von Motorradfahrer wollte auf der Straße wenden, während sie ihn zu überholen gedachte. Dann der Zusammenstoß. Scheiße. Ja, das sind so die Tage, an denen... an denen was eigentlich? Ich überrascht sein sollte, wie unberechenbar das Leben doch sein kann? Vor allem in Hinsicht auf unerfreuliche Ereignisse? Nein, das ist Quatsch; das ist totaler Unsinn, denn Erstaunen setzt voraus, dass man vom Gegenteil ausgeht. Überraschender wäre es hingegen, wenn in meiner Lakritztüte Oliven wären. Oder wenn die Warmwasserversorgung unserer Dusche einwandfrei funktionieren würde. Oder wenn es nochmal schneien sollte. Oder aber: Wenn meine Kollegen mal was anderes als "Stell dich nicht so an, du bist noch jung!" sagen würden. Also, Dinge mit denen ich wirklich nicht rechne. Dass Autos Todesfallen sind und Autofahrer Deppen, das weiß ich doch schon längst, das muss mir nicht nochmal vor Augen gehalten werden. So wird das nix, mit dem Überraschtsein. Vielleicht sollte mir der Vorfall auch einfach nur die gute Laune verderben, aber soviel Boshaftigkeit spreche ich dem Leben einfach mal ab, schließlich will ich auch mal wieder glücklich sein und mich nicht auf immer damit streiten. Soviel zum Thema Daseinsbewältigung, um aber auf das Kuchen-Rezept zurückzukommen...
Montag, 26. März 2007
oh Graus!
Den ganzen Tag wundere ich mich, warum meine Augenlider so seltsam schwer sind. Und warum nieße ich manchmal, einfach so, ohne erkältet zu sein? Warum jucken meine Augen denn auf einmal so.... ? Die Antwort könnt ihr euch sparen, ich hab's selbst gemerkt.
Scheiße!!! Irgendwie hatte ich gehofft, dieses Jahr verschont zu bleiben. Pusteblume!
Sonntag, 11. März 2007
Mittendrin anstatt glücklich.
Jetzt ist es amtlich. Das nur als Aufhänger. Ich bin jetzt also ein Vierteljahr solo. Das ist der wohl unerfreulichste Zustand, in dem ich mich je befunden habe. Leider ist er langsam ein Teil von mir geworden. Ich weiß nicht mehr wie es jemals anders war als jetzt. Anders als schlecht und bedauerlich. Dass ich einmal gelebt habe ist so lange her, und dass ich wieder leben werde liegt in zu ferner Zukunft. Ich habe das so satt, aber eigentlich weiß ich garnicht genau was, denn, wie gesagt, ich kann mich nicht mehr erinnern, ob es eigentlich wirklich mal besser war. Alles was ich weiß ist dass das Single-Dasein die Hölle ist und ich frage mich wie das so viele Menschen so lange aushalten können. Ich habe keine Freiheit dazugewonnen, nur Möglichkeiten verloren. Gestern war ich auf einer Party. Ein Konzert von Icebine mid Sowercrowd. Der Agrajag hat mir davon erzählt. Was er mir nicht erzählt hat, was ich erst kurz bevor wir da sind erfahre, ist, dass es sich bei diesem "Konzert" um eine Geburtstagsparty handelt. Und dass nichtmal die Band weiß wer da eigentlich feiert. Also spiele ich den Roadie, trage den Gitarrenkoffer und sehe einfach mal wichtig aus. Seriös stolpere ich in einen alten Weinkeller, in dem sich außer ein paar verdächtig lächelnden Erwachsenen, an denen alles, aber auch wirklich alles, nach: Vorsicht! Eltern! schreit, nur noch die Band befindet. Das Geburtstagskind ist noch nicht da. Ich sammle Informationen: Sie feiert rein, dies ist eine Art Überraschungsparty, aber irgendwie auch wieder nicht. Und auf Nachfrage, wer die zu Feiernde denn sei, wird sie mit voller Überzeugung als "blonde dicke Emoschlampe" beschrieben. Die Zeit vergeht in diesem Weinkeller, es ist auf einmal schon nach zehn und sie hat immer noch nicht begonnen, die Party. Alte Weinkeller sind etwas, das ich wohl vermissen werde, wenn ich den Rheingau verlasse. Den Großteil aller Partys habe ich in solchen Löchern verbracht. Manchmal glaube ich, der Rheingau selbst ist nichts anderes als ein großer alter Weinkeller, mit ein paar Klappbänken als Sitzmöglichkeit und einer kleinen Theke. Inzwischen sind etwas mehr Leute erschienen. Alles typische Gesichter, ohne herausragende Merkmale. Vertauschbar und langweilig. Ich stolziere an ihnen vorbei und werfe ihnen mitleidige Blicke zu. Einen bekomme ich zurück. Irgendwas an der Art mich anzulächeln sagt mir, dass ich es mit der besagten Emo-Schlampe zu tun habe. So dick, denke ich mir, ist sie garnicht, und eigentlich auch nicht Emo. Aber blond. Später stelle ich mich als Gitarrenträger vor und erhalte die Absolution für meine Anwesenheit. Noch später hat die Party dann auf einmal angefangen, ohne dass ich den Übergang gemerkt habe. Inzwischen ist der Keller gut gefüllt und die Theke ist mit konturlosen jungen Mädchen besetzt, die Bier und Würstchen ausgeben. Vor dem Auftritt soll ich dem Gitarristen noch ein Bier holen, wozu ich mich als Roadie auch verpflichtet sehe. Ich drängle mich an die kleine Bar, winke mit der leeren Bierflasche, die ich zuvor zugesteckt bekommen habe und sage sowas wie "noch eins", während ich durch meine Haare etwas zu erkennen versuche. "Florian? Mensch, bist du das?" werde ich ungläubig angeblafft. "Jaa..." sage ich vorsichtshalber, denn schließlich bin ich das wirklich. In dem Moment erkenne ich mein Gegenüber. Von der fünften bis zur zehnten Klasse war ich in sie verschossen. Dann ist sie von der Schule abgegangen. Sie war immer die unerreichbar große, schlanke Schönheit gewesen. Jetzt, stelle ich fest, ist sie nichtmehr so viel größer als ich. Ich sage ihr das auch, sie lacht und sagt sie trage auch noch Plateau- Schuhe. Sie erzählt mir, was sie jetzt tut, aber ich verstehe kein Wort davon (und heute frage ich mich, ob sie mir nicht überhaupt einfach nur irgendwas erzählt hat, was keinen Sinn ergab). Sie hat immer noch die selbe berauschende Wirkung auf mich wie früher. Aber schnell merke ich, dass es nicht nur mir so zu gehen scheint. Da sind lauter Kerle, die sie kennt, und die ständig um sie herumspringen und uns unterbrechen. Einer ist besonders penetrant. Der Typ ist auch noch verdammt hässlich, wie ich vergnügt feststelle, sein Kopf sieht aus wie ein umgedrehter Kegel, nur etwas eckiger, was von der hässlichsten rahmenlosen Brille der Welt unterstützt wird. Und auf einmal, als wäre der Blitz eingeschlagen, sehe ich was hier läuft. Also, das habe ich ja auch schon vorher gesehen, aber jetzt ändert sich die Perspektive. Jetzt bin ich mit drin, ein Teil davon. Ich bin eine jener bedauernswerten Kreaturen, die sich um eine schöne Frau scharen und verzweifelt versuchen, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Und dann noch mehr. Und ich stelle mir vor, was alles kommen würde, mal den unwahrscheinlichen Fall angenommen meine armselige Buhlerei wäre von Erfolg gekrönt. Das alles widert mich so an und ich verliere jede Lust, noch länger bei ihr zu stehen; überhaupt noch länger dieses Rollenverhalten anzunehmen. Können sich ihre Attraktivität sonstwohin stecken, die schönen Frauen; und selbst wenn es bedeutet auf immer die Solonummer schieben zu müssen, ich weigere mich auch nur eine Sekunde länger Teilzunehmen an diesem Veitstanz der Triebhaftigkeit. Ich überwinde den Stier und spucke ihm verachtend ins Gesicht. Das wird sich rächen, das weiß ich, aber in diesem Moment bin ich wenigstens den großen Kerlen, mit ihren Flirtversuchen, die hier überall herumwuseln, entwachsen. Irgendwann ist der Auftritt dann vorbei, und irgendwann beschließen wir zu gehen. Ich sehe meinen alten Schwarm, möchte mich verabschieden und noch irgendetwas Nettes loswerden. Aber sie wird gerade von den Eltern belagert und ich weiß auch garnicht was ich hätte sagen sollen, also tippe ich sie einfach an und rufe: "Tschüss." und dann will ich noch aus irgendeinem Grund "bis bald!" hinzufügen, aber das stimmt überhaupt nicht, also breche ich mittendrin ab und sage "bisb!" und sie nickt und sagt: "Ja." und dann bin ich schon weg. Der Abend endet in einer verrauchten Halle, in der wir Leuten beim Karaoke zuhören und wie gebannt auf die Textprojektion an der Wand über der Theke starren. Irgendwann wird eine Schischa auf den Tisch gestellt und dann weiß ich, wo wir hier sind. Ein weiterer schöner Mensch kommt, wir kennen uns, und ich werde umarmt. Das letzte Mal haben wir uns an Silvester gesehen und das ist garnicht so übel, denke ich, anscheinend kenne ich immer noch mehr Menschen als es mir vorkommt, wenn ich die ganze Woche mit den selben Erwachsenen Berufsverbrechern verbringe. Anstatt unglücklich zu sein, bin ich nur noch nichtmehr glücklich, in diesem Moment und anstatt den Text von "Dirty" mitzugrölen, formen meine Lippen andere Worte. "Anstatt dass
Anstatt dass
sie Zuhause bleiben und im warmen Bett
brauchen sie Spaß
brauchen sie Spaß
grad als ob man für sie eine Extrawurst gebraten hätt’
DAS ist der Mond über Soho
DAS ist der verdammte „fühlst du mein Herz schlagen?“-Text
DAS ist das „Wenn du wohin gehst, geh ich auch wohin, Johnny“
Wenn die Liebe anhebt und der Mond noch wächst
Anstatt dass
Anstatt dass
Sie was täten, was ’nen Sinn hat und ’nen Zweck
Machen sie Spaß
Machen sie Spaß
Und verrecken dran natürlich glatt im Dreck
Was nützt dann dein „Der Mond über Soho“
Wo bleibt dann ihr verdammter „fühlst du mein Herz schlagen?“ Text
Wo ist denn das „Wenn du wohin gehst, geh ich auch wohin, Johnny“
Wenn die Liebe aus ist und allein du verreckst?"
Montag, 26. Februar 2007
Erkrankung.
Immer noch krank. Langsam gehen mir die Bücher aus. Aber heute habe ich mich darum gekümmert, dass ich meine Tabletten bekomme, gebührenfrei... So werde ich vielleicht endlich wieder gesund!
Mittwoch, 21. Februar 2007
Ernüchterung.
Krank sein ist irgendwie nur halb so erfreulich wie ich gedacht habe. Natürlich, ich muss nicht arbeiten, aber warum muss es mir nur so schlecht gehen dabei? Außerdem hat der Arzt vergessen, dass ich rezeptpflichtige Medikamente kostenlos bekomme, als Zivi, er hat mir aber nur einen ganz normalen Wisch gegeben, dank dem ich 20€ hätte bezahlen müssen. Ich bin dann wütend aus der Apotheke gegangen und habe jetzt keine Tabletten. Grandios.
Dienstag, 20. Februar 2007
Morgenstund hat Gold im Mund.
Ich bin schon wach, lange vor dem Aufwachen. Deshalb ist alles gegenwärtig, das Erinnern kommt nicht erst schubweise, ich weiß noch alles. Da sind viele Dinge, die meisten sind unangenehm und von einigen werde ich behaupten, mich nicht mehr erinnern zu können. Es ist 6:40 Uhr, mir geht es nicht gut, mir ist schwindelig und mein Gehirn fühlt sich an als wäre es eingeschlafen. Mein Magen ist auch nicht glücklich. Wie lange liege ich hier schon? Als ich ins Bett gefallen bin, glaube ich, zeigte die Uhr 18:35 Uhr an. Ich hatte einen Eimer umklammert, der steht jetzt irgendwo neben mir. Bestimmt kommt ein unangenehmer Geruch aus seinem Inneren; glücklicherweise nehme ich das nicht wahr. Ich taste nach dem Lichtschalter, finde ihn nicht, strecke mich, huste, erwische ihn, bin geblendet. Ich schließe meine Augen, aber es hilft nichts. Ich werde aufstehen müssen, liege hier ja schon lange genug. Irgendwann öffne ich die Augen wieder und irgendwann schlage ich die Bettdecke zurück. Meine Füße patschen auf den Boden, es ist kalt. Wie gewohnt greife ich nach meiner Uhr, ziehe sie an, dann das Haargummi. Ich greife in meine Haare, um sie zu bändigen. Noch bevor die Information in meinem Kopf angekommen ist, habe ich die Worte schon ausgesprochen: "Oh nein!" Meine Hände ertasten etwas Hartes, es klebt zwischen meinen Haaren, angewidert stürze ich ins Bad, kratze die Brocken heraus, oder versuche es zumindest. Getrocknete Kotze aber ist etwas Hartnäckiges, also lasse ich erst einmal davon ab, ich werde mich später darum kümmern. Erst will ich den Eimer entsorgen, also, seinen Inhalt, meine ich. Den schütte ich ins Waschbecken; ich weiß nicht wieso nicht ins Klo, ich bin wohl noch betrunken. Jedenfalls sehe ich ein paar unverdaute Nudeln in den Ausguss rutschen und denke mir: Ich habe doch garkeine Nudeln gegessen!? Leider habe ich keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, erst einmal muss ich jetzt die Klumpen aus meinen Haaren waschen und dann -ich hoffe bis dahin hat sich meine Würde noch nicht zurückgemeldet- werde ich versuchen am Leben zu bleiben, während ich mich dem unerfreulichen Dasein wieder hingebe. Letztlich wird diese Woche wie jede weitere in den nächsten Monaten, aber an diesem einen Tag kann ich sagen: Viel schlimmer wird's nicht, ich bin mit einer Mahlzeit im Haar aufgewacht.
Dienstag, 13. Februar 2007
Knüppel aus dem Sack
Das Novemberkind hat mich mit einem Stöckchen gepiesackt, und gemäß der ultrageheimen Bloggesetze antworte ich mit sechs Kuriositäten: -ich trinke keinen Kaffee, weil ich den Geschmack abstoßend finde; Bonbons mit Kaffeegeschmack jedoch mag ich gerne -ich habe Angst bei Gewitter -alles Essbare wird genießbarer mit Maggi-Würze, vor allem mein Pausenbrot -ich habe nie Faust II gelesen -ich habe meine ganz eigene Weise, meine Schuhe zu binden -ich war mal zwei Wochen lang bei einer Partnerbörse im Internet angemeldet Mit dem Stock verknüppel ich den Faulwurf
Donnerstag, 01. Februar 2007
Dunkelflori
Wo mag das nur herkommen?
Mittwoch, 31. Januar 2007
Neues, Altes, Wechselspiele und Begegnungen
Tja. Hallo. Ich hatte ein paar Tage Urlaub, das hat niemand gemerkt, stimmt's? Ja, war ziemlich langweilig. Ich hätte mir den Urlaub nehmen sollen, als ich mit meiner Zeit noch etwas glückbringendes anzufangen wusste. Zuspät, natürlich, da hilft kein Jammern, da tröstet kein Verdruss. Ich habe sie heute gesehen, mit ihm, am Bahnhof. Ich glaube, hoffe, weißnicht, ich wurde wohl nicht bemerkt. Jedenfalls konnte ich mich unbehelligt verkrümeln. Ich wollte ihn nicht sehen, bei Blickkontakt hätte ich entweder kotzen oder ihn verprügeln müssen, oder mich verprügeln lassen, weißdergeier, jedenfalls ist es tottraurig, dass es soweit kommen konnte mit uns, dass ich sie, sie die mir so nahe war, ignorieren muss, wenn ich sie zufällig treffe, weil ich dann wieder sehe was ich (und an wen) verloren habe und wieso, oder so, und wie endgültig das alles doch ist, weil sie immer noch nicht bemerkt hat, und es wohl auch nie tun wird, was sie da gemacht hat, mit mir, natürlich, aber auch mit sich. Und hat machen lassen. Natürlich. Und lässt. Und das alles. Und wie furchtbar das ist. Und das ist furchtbar und ich kann trotz aller guten Sprüche und Redewendungen an dieser Situation nichts Positives finden. Letztlich werde ich das auch nicht brauchen. Wenn es erst wieder alles besser geworden sein wird, in ferner Zukunft, wird es egal sein, ob die Vergangenheit etwas Positives hatte, oder nicht. Oder nicht? Oder ist es nicht viel mehr so, dass ich hier meine Jugend verschwende, gesundheitlich die beste Zeit meines Lebens? Einfach so weggeworfen, weil mein Alltag eben leider nicht optimierbar ist? Weil ich mich (versteht mich nicht falsch, ich würde es jederzeit wieder so machen) derart an eine einzige Person geklammert habe, dass ich, jetzt, wo sie mich weggeworfen hat, nichts übrig habe im Leben, jedenfalls nichts, was so wichtig wäre, dass ich mich wirklich mit Hingabe daran klammern könnte... Dabei ist das Bemerkenswerteste ja, dass ich eigentlich nur deshalb noch hier bin, hier in diesem Leben, also in dieser Stadt, wegen ihr. Ursprünglich, also. Wegen dieser Flugbegleitungsnummer. Ich könnte schon längst weg sein, längst angekommen sein, könnte könnte könnte... und jetzt komme ich hier nicht weg.... Das war der Dienstagabend, meine Damen und Herren, das war mein Urlaub; mit der Gewissheit auf mich allein gestellt zu sein, was ja auch nur gut und recht ist (aber eben nicht toll), verabschiede ich diesen Monat mit dem Hinweis darauf, dass sie mir zwei alte Texte geschickt hat, die ich auf ihrem Rechner verbuddelt hatte, und die jetzt wie immer hier, unter "neue Geschichten", zu finden sind, falls jemand das Bedürfnis danach hat, sie visuell zu konsumieren. Ahoi hoi.
Samstag, 27. Januar 2007
mal sehen
...wie schlimm kann der Tag noch werden?... Zeig's mir! ...
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