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Mittwoch, 31. Januar 2007
Neues, Altes, Wechselspiele und Begegnungen
Von omegamann, 00:55

Tja.

Hallo.

Ich hatte ein paar Tage Urlaub, das hat niemand gemerkt, stimmt's?

Ja, war ziemlich langweilig. Ich hätte mir den Urlaub nehmen sollen, als ich mit meiner Zeit noch etwas glückbringendes anzufangen wusste.

Zuspät, natürlich, da hilft kein Jammern, da tröstet kein Verdruss.

Ich habe sie heute gesehen, mit ihm, am Bahnhof. Ich glaube, hoffe, weißnicht, ich wurde wohl nicht bemerkt. Jedenfalls konnte ich mich unbehelligt verkrümeln.

Ich wollte ihn nicht sehen, bei Blickkontakt hätte ich entweder kotzen oder ihn verprügeln müssen, oder mich verprügeln lassen, weißdergeier, jedenfalls ist es tottraurig, dass es soweit kommen konnte mit uns, dass ich sie, sie die mir so nahe war, ignorieren muss, wenn ich sie zufällig treffe, weil ich dann wieder sehe was ich (und an wen) verloren habe und wieso, oder so, und wie endgültig das alles doch ist, weil sie immer noch nicht bemerkt hat, und es wohl auch nie tun wird, was sie da gemacht hat, mit mir, natürlich, aber auch mit sich. Und hat machen lassen. Natürlich. Und lässt. Und das alles. Und wie furchtbar das ist. Und das ist furchtbar und ich kann trotz aller guten Sprüche und Redewendungen an dieser Situation nichts Positives finden.

Letztlich werde ich das auch nicht brauchen. Wenn es erst wieder alles besser geworden sein wird, in ferner Zukunft, wird es egal sein, ob die Vergangenheit etwas Positives hatte, oder nicht. Oder nicht? Oder ist es nicht viel mehr so, dass ich hier meine Jugend verschwende, gesundheitlich die beste Zeit meines Lebens? Einfach so weggeworfen, weil mein Alltag eben leider nicht optimierbar ist? Weil ich mich (versteht mich nicht falsch, ich würde es jederzeit wieder so machen) derart an eine einzige Person geklammert habe, dass ich, jetzt, wo sie mich weggeworfen hat, nichts übrig habe im Leben, jedenfalls nichts, was so wichtig wäre, dass ich mich wirklich mit Hingabe daran klammern könnte...

Dabei ist das Bemerkenswerteste ja, dass ich eigentlich nur deshalb noch hier bin, hier in diesem Leben, also in dieser Stadt, wegen ihr. Ursprünglich, also. Wegen dieser Flugbegleitungsnummer. Ich könnte schon längst weg sein, längst angekommen sein, könnte könnte könnte... und jetzt komme ich hier nicht weg....

Das war der Dienstagabend, meine Damen und Herren, das war mein Urlaub; mit der Gewissheit auf mich allein gestellt zu sein, was ja auch nur gut und recht ist (aber eben nicht toll), verabschiede ich diesen Monat mit dem Hinweis darauf, dass sie mir zwei alte Texte geschickt hat, die ich auf ihrem Rechner verbuddelt hatte, und die jetzt wie immer hier, unter "neue Geschichten", zu finden sind, falls jemand das Bedürfnis danach hat, sie visuell zu konsumieren.

Ahoi hoi.

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Samstag, 27. Januar 2007
mal sehen
Von omegamann, 19:18

...wie schlimm kann der Tag noch werden?... Zeig's mir! ...

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Donnerstag, 11. Januar 2007
Kinski sagt dazu:
Von omegamann, 21:23

"Gebt sie mir wieder, meine Schwarzen Puppen. Ich will mit ihnen spielen, die unbefangenen Spiele meines Instinkts; meinen Mut wiederfinden, meine Kühnheit, mein Ich fühlen. Wieder das Ich das ich gestern war, gestern, ohne Zwiespalt, gestern, eh die Stunde der Entwurzlung kam."

Das auch nur nebenbei.

Ein neues Jahr hat begonnen, und viele neue Dinge warten darauf zu passieren, genau wie ich darauf warte, dass sich endlich irgendetwas tut, außer in mir drin, meine ich. Diese stets gleichbleibenden Tage deprimieren mich und ich muss feststellen, dass ich gerne aus diesem Alltagskreislauf ausbrechen würde, wenigstens so ein kleines Stück. Ich möchte, glaube ich, nie wieder in meinem Leben Arbeiten. Also, das "eine Arbeitsstelle haben", meine ich. Lieber würde ich ewig Student sein können, oder etwas in der Art, oder freier Autor, oder eben einfach nur ich selbst, losgelöst von der Selbstidentifikation durch den Beruf.

Hoffentlich sind das nicht nur Wunschträume, wobei, das fällt mir nebenbei auf, ich anscheinend immerhin schon wieder etwas wünschen kann, das ist neu, ich hoffe dieser Aufwärtstrend hält an, denn das vorher, diese Unfähigkeit zum Wünschen und Hoffen, das war echt mies.

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